| 12.Spieltag
Regionalklasse II... |
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Eintr. Camburg - Sv Kahla 5:2 (1:1)
SR: Liebig | Z: 90
Tore:
0:1(4.) Winkler, 1:1 (26.) Schlegel, 2:1 (48.)
Rudakoff, 2:2 (60.) Wagner, 3:2 (65) Hüttich,
4:2 (80.) Chr. Schwarze, 5:2 (84.) K.Kleinhans |
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"Jaaaaaaa, endlich!" Diese zwei Worte
treffen es wohl am besten! Endlich konnte die
Eintracht nach schier unendlichen 6 Niederlagen
in Folge wieder 3 Punkte einfahren und das ausgerechnet
gegen den Tabellenführer aus Kahla. Wer hätte
das gedacht? Noch am Donnerstag brannte es im
Lager der Camburger lichterloh! Gerade einmal
7 Spieler meldeten sich fit für das Wochenende.
Dazu eine unendliche Liste von Ausfällen.
Serfling, S.Zöllner & Kapitän Schwarze
verletzt, Frenzel krank. Hartwig, Kleinhans, Lehmphul
und Roch arbeitsbedingt nicht dabei. So war man
froh, dass sich mit Tischendorf, Wächter
und Moritz noch 3 Spieler aus der Reserve uneigenützig
zur Verfügung stellten - obwohl für
sie am Sonntag noch die Partie in St.Gangloff
ausstand. Die Vorzeichen waren also alles andere
als gut doch zum Glück entspannte sich bereits
am Freitag die Lage zusehnlich. Sebastian Zöllner
& Christian Schwarze wurden wieder einmal
mehr durch die "Zauberhände" unserer
Physiotherapeutin Sabine Zöllner fit gemacht.
"Danke Bine!" Beide bissen auf die Zähne
und das sollte sich später noch auszahlen.
Auch Steffen Hartwig konnte seine "Schicht"
umlegen und Christian Roch schaffte es, sich wenigstens
für eine Halbzeit freizuschießen. Dennoch
fehlten mit Serfling, "Kampfschwein"
Frenzel, S.Kleinhans und Lehmphul wichtige Leute
bei der Eintracht.
Es sollte an diesem Tag alles anders werden,
die 6 Niederlagen sollten aus den Köpfen
der Jungs verschwinden - was für das Trainergespann
eine mehr als schwere Aufgabe war. Kurzerhand
wurde ein gemeinsames Mittagessen vor dem Spiel
angesetzt um in lockerer Runde die Partie gegen
Kahla angehen zu lassen. Spätestens nach
der Brandrede von Hohmann und Serfling am vergangenen
Dienstag war allen klar - wie man aus dieser Misere
wieder heraus kommt - nur mit "Fußball
kämpfen". Es sollte eben alles anders
werden als zuletzt. Schon beim Umziehen und Warmlaufen
merkte man eine gewisse Spannung und Konzentration
in den Gesichtern der Eintracht-Spieler - genau
diese Einstellung die nötig war, wollte man
gegen Kahla, die in der Vorwoche auch ohne ihren
Goalgetter Bottner die Mannschaft aus Blankenstein
mit 2:1 besiegten, nicht gänzlich ohne Hoffnung
sein. Nach dem Auflaufen der Teams bei besten
Camburger Fußballwetter, verlor die Eintracht
dann die Seitenwahl was aber eigentlich wohl doch
ganz gut war, denn es sollte heute eben alles
anders sein.
Doch nur 4 Minuten später holte die Jungs
dann der "Alltag" wieder ein, denn plötzlich
lag der Ball im Tor von Keeper Schwarze. Einen
Einwurf konnte die Kahlaer fast unbedrängt
in den Strafraum verlängern, Schneider schlug
über den Ball und auch P.Heyme schaut nur
zu wie Jäger aus 10 Metern einschieben kann.
Viele hätten jetzt wohl keinen Pfifferling
mehr auf die Eintracht gewettet, am wenigsten
sicher die Kahlaer selbst und so sah es nach einer
Vorführung durch den Tabellenführer
aus. Doch die Mannen um Kapitän Schwarze
zeigten sich wenig geschockt und kämpften
sich zurück in die Partie. Kahla war offensiv
zwar recht stark besetzt, der Abwehrverbund des
Tabellenführers zeigte sich aber wenig sattelfest.
Immer wieder brannte es am Strafraum der Gäste
aber erst durch eine Standardsituation kam die
Eintracht zum Ausgleich. Schneider wurde unfair
attackiert und Schlegel zirkelte den resultierenden
Freistoß aus 25 Metern unhaltbar in die
Maschen. Danach weiter die Eintracht im Vorwärtsgang,
dem 2:1 näher als die Porzellanstädter
die sich mehr und mehr mit Abwehraufgaben beschäftigen
mussten. Vor allem durch den hohen Laufaufwand
aller Eintracht-Kicker wurden die Räume für
den Tabellenführer immer eng gemacht und
auch Kahla´s auffälligster Stürmer
Arper - war bei Schlegel mehr als gut aufgehoben.
Das Spiel seiner Mannen schmeckte Coach Neubert
gar nicht und schon daran merkte man, dass die
Eintracht vieles richtig machte. Fast wäre
noch vor dem Wechsel die Camburger Führung
geglückt doch zuerst wird Hüttichs Eingabe
von der Linie geschlagen und dann scheitert Rudakoff
mit seinem Kopfball an Kahla´s Keeper Krause,
der auch Hartwig Freistoß gerade noch über
die Latte lenken konnte. Auch Kahla vergab noch
eine Schußchance und so blieb es beim 1:1
zur Pause.
Die Eintracht wusste das Kahla an diesem Tage
durchaus schlagbar ist, war sich aber auch bewusst,
das es nur mit einer ähnlichen Leistung wie
im ersten Durchgang gelingen wird. Dementsprechend
engagiert ging die Elf weiter zu Werke und wurde
dafür früh belohnt. Nach einem herrlichen
Zuspiel von Schneider lässt Hohmann den Ball
durch, Rudakoff kann sich diesen erlaufen und
aus 16 Metern mit Wucht das 2:1 erzielen. Neben
der großen Freude fiel sicher auch jede
Menge eigentlich unnötigen Ballasts von eben
jenem Spieler, der plötzlich wieder wie entfesselt
losspielte. Als Schneider sich nur kurze Zeit
später auf Rechts schön durchsetzte,
seine "etwas" ungenaue Eingabe auf Hüttich
jedoch Rudakoff erreichte, lag die Entscheidung
in der Luft aber Kahla klärte im letzten
Moment und hielt so die Partie offen. Dennoch
lies der Druck der Eintracht dann etwas nach und
Kahla erlangte Oberwasser, drängte mehr und
mehr auf den Ausgleich. Etliche brenzlige Situationen
gab es nun im Strafraum von Keeper Schwarze, der
in einer Szene 3x den Ball glänzend parierte
und so das 2:1 vorerst festhielt. Der Ausgleich
lag jetzt in der Luft und als die Mannen um Libero
Hartwig den Ball nur wenig später mehrfach
nicht aus der Gefahrenzone bringen konnte stieg
Müller bei einer Eingabe am höchsten
und traf aus 12 Metern mit einem wuchtigen Kopfball
zum 2:2.
Der eine Punkt wäre für den Tabellenführer
insgesamt sicherlich zu wenig gewesen, dementsprechend
offensiv wollten sie weiter zu Werke gehen und
hatten mit einem Schuss aus 17 Metern der nur
knapp am Tor vorbei zischte eine gute Möglichkeit
zur Führung. Die Eintracht konterte und Hüttich
konnte nach schönem Solo und Zuspiel von
Hartwig und wie eigentlich immer "aus abseitsverdächtiger
Position" (Anm.d. Red.: Diesmal war es wirklich
knapp
) die erneute Führung seiner
Farben erzielen. Das musste jetzt doch reichen
- Kahla schien zu resignieren. Der eigentlich
verletzte Kapitän Schwarze sorgte dann für
das umjubelte 4:2. Nach einem mehr oder weniger
Doppelpass-Zuspiel von "Frisch-Freiauf"
Rudakoff hatte er keine Mühe den Ball im
Gästetor unterzubringen. Kahla war darauf
ab und an bei Standards leicht gefährlich,
insgesamt aber an diesem Tag doch zu harmlos.
Camburg machte die Räume nun ganz eng und
lies dem offensiven Mittelfeld der Kahlaer (ganz
im Gegenteil zum Spiel in Oppurg) keinen Platz
zur Entfaltung. Spätestens 20 Meter vor dem
Tor von Keeper Schwarze war Schluss mit lustig
und gerade an der zuletzt wackeligen Defensive
der Eintracht war diesmal kein Durchkommen. Camburg,
die nun zu jede Menge weiterer Kontern kamen erhöhte
gar noch auf 5:2. Torschütze war kein anderer
als der eingewechselte Kleinhans. Doch Moment
- fehlte Kleinhans nicht arbeitsbedingt?! Ja genau,
Sven Kleinhans war durch seine Arbeit verhindert,
aber eben nicht Kai - der 3. in der Kleinhans-Dynastie.
Eben jener Kai kam in der Pause für Christian
Roch, der seinerseits nun zum Dienst nach Jena
reiste. Schon kurz davor vorher lag das 1.Saisontor
des 17-jährigen in der Luft aber da wurde
sein Schuß noch Beute des Kahlaer Keepers.
Nur wenig später war es dann aber soweit
und er konnte mit dem 5:2 den vielleicht um ein
Tor zu hoch ausgefallenen Sieg der Eintracht sicherstellen.
Danach grenzenloser Jubel bei den Camburger Anhängern,
die lange auf einen Sieg ihrer Mannen warten mussten.
Dementsprechend dann auch wieder gute Stimmung
in der Kabine nach einem Spiel, dass Lust auf
mehr macht. Es war an diesem Tag eben vieles anders
als zuletzt - mit einem wahren Kampakt wurden
die Kahlaer in die Knie gezwungen.
Doch eins müssen die Jungs beherzigen! Nur
mit solchem Einsatz kann man gerade in dieser
für viele Spieler neuen Situation bestehen
und so ist auch am kommenden Samstag in Ranis
eine ähnliche Energieleistung nötig
will man am Ende nicht mit leeren Händen
dastehen.
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SV
Eintracht Camburg:
Schwarze M. - Schwarze Chr., Hartwig, Zöllner
S., Hüttich, Schlegel, Roch (46. K.Kleinhans),
Schneider, Rudakoff (89. Wächter) Hohmann (87.
Tischendorf)
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