Mit
einem Kraftakt konnte die Eintracht am Samstag
ein schon verloren geglaubtes Spiel noch drehen
und nach einem 0:2 Rückstand mit 3:2
gewinnen. Unsere Jungs wollten nach den zuletzt
dürftigen Leistungen den Schalter endlich
wieder einmal umlegen und über Moral
und Engagement zurück in die Erfolgsspur
finden. Das sah 10 Minuten lang auch recht
gut aus, man war um einen konstruktiven Spielaufbau
bemüht und merkte jedem Spieler an, das
mehr Biss in allen Aktionen lag. Dennoch schlichen
sich immer wieder leichte Abspielfehler im
Vorwärtsgang ein und die Gäste zeigten
sich mehrfach gefährlich vor dem Tor
von Oldie-Köhler, der den etatmäßigen
Schwarze vertrat.
Nach 14 Minuten ein Fehlabspiel im Abwehrverbund,
Ullrich spitzelte dazwischen und erzielte
das 0:1 für die Burgstädter. Nur
wenig später fast das 0:2 als Wagner,
allerdings sehr abseitsverdächtig an
den Ball kommt, die Fahne aber unten blieb
und der Raniser zum Glück für die
Heimelf die Pille neben das Gehäuse setzte.
Der TSV braucht dann trotzdem nur noch weitere
2 Minuten um zum 2:0 zu kommen. Einen Freistoß
von Brei lenkt Eintracht-Libero Hartwig unglücklich
ins eigene Netz. Diesen Schock musste Camburg
erst einmal verdauen - Ranis zeigte sich hier
eiskalt im Nutzen ihrer Möglichkeiten
aber schon jetzt anfällig im Abwehrverbund.
Wenn die Mannen von Kapitän Schwarze
das Spiel schnell machten und über Laufarbeit
Räume schafften, war der TSV zu knacken.
So kam Hohmann zu einer guten Schusschance,
doch der Ball strich knapp über die Latte
und auch der aufgrückte Frenzel konnte
sein Solo frei vor Böhme nicht mit einem
Tor krönen. Für Stürmer Rudakoff
eröffnete sich nach einem Freistoss von
Schneider per Kopf die Chance zur Resultatsverbesserung,
aber der Ball verfehlte auch hier sein Ziel.
Ranis kam dann gar noch zum 0:3 aber hier
hob Schiri-Assistent Schlegel wegen Abseits
die Fahne und so blieb es bei einem 2 Tore-Rückstand
zur Pause. Gemessen an den Spielanteilen war
diese klare Führung eher etwas schmeichelhaft
aber wer fragt schon danach - es zählen
eben die Tore.
Nach dem Wechsel bestand nur noch Hoffnung,
wenn die Eintracht mit einem schnellen Tor
aufwarten konnte. Das gelang auch, als sich
Rudakoff energisch durchsetzte und eine Unstimmigkeit
in der TSV-Abwehr zum Anschluss nutzen kann.
Es dauert dann nur weitere 5 Minuten bis zum
sehenswerten Ausgleich. Eine Kombination über
Serfling, Hohmann und Schneider der direkt
zu Hüttich in den Lauf passte, kann dieser
im langen Eck zum 2:2 versenken. Die Partie
war nun wieder völlig offen und auch
Ranis hätte noch ein Tor erzielen können,
doch bei einer "Ping-Pong-Situation"
im Strafraum trudelt der Ball zum Glück
für die Saale-Kicker ins Aus. Auf der
Gegenseite setzte sich Hohmann 2x schön
an der Grundlinie durch, doch seine Rückgabe
schoß Rudakoff jeweils über das
Gehäuse. Hüttichs Schuss wurde kurze
Zeit später genauso Beute von Keeper
Böhme wie die Aktion von Schneider wenige
Minuten darauf. Die Eintracht wollte den Sieg,
wollte ein Tor erzwingen und diesmal sollte
es klappen. Als Serfling den Ball in den Strafraum
schlägt schießt sich Abwehrspieler
Raabe unter Bedrängnis von Rudakoff den
Ball beim Klärungsversuch an den eigenen
Arm und von dort kullert das runde Leder ins
TSV-Tor. Die Raniser werfen daraufhin noch
einmal alles nach vorn aber Eintracht-Torwart
Köhler lies bei 2 Möglichkeiten
nichts mehr anbrennen und "fischte"
die Bälle herunter. Es blieb also beim
knappen aber nicht unverdienten Sieg der Eintracht,
die vor allem im 2.Durchgang mehr ins Spiel
investierte als die Gäste, die sich nach
dem 2:0 zur Pause wohl schon auf der Siegerstraße
wähnten.
Mit diesem Erfolg steht nun auch der Klassenerhalt
für unsere Jungs endgültig fest
und so kann man gelassen in die letzten beide
Spiele der Saison gehen. Diese Partien haben
es allerdings in sich, denn mit Zöllnitz
und Schott II trifft man auf die Teams, die
den Aufstieg unter sich ausmachen werden.
Dabei kann die Eintracht das "berühmte
Zünglein" an der Waage sein, wenn
sie am kommenden Samstag zuerst auf die Rodataler
trifft. Die Zöllnitzer können mit
einem Sieg die Meisterschaft perfekt machen,
fast genau ein Jahr nachdem die Eintracht
daheim gegen die Rodataler ihren Kreismeistertitel
feiern konnte. Diesmal sind die Vorzeichen
also umgekehrt und das Rodatal steht derzeit
Kopf. Man darf sich also auf eine große
Kulisse am kommenden Samstag freuen, was auch
für die Eintracht zusätzliche Motivation
sein wird.
Camburg spielte mit:
Köhler, Zöllner, Frenzel, C.Schwarze,
Hartwig (75. P.Heyme), Roch (46. Serfling),
Hohmann, Hüttich (88. Krieger), Rudakoff,
Schlegel, L.Schneider
Ranis spielte mit:
L. Böhme - T. Klett, Max Pechmann, M.Vogt
(68. S. Raabe), Ch. Molle, M. Rocktäschel,
P. Doutheil, M. Wagner, M. Loth (76. J. Ludwig),
B. Brei, M. Ullrich (59. T. Borowski.)
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